Donatello, nach

Der Tondo folgte dem Typ der sog. Madonna dell’Umilità, der die in demütiger Haltung sitzende und das auf ihrem Schoß liegende Kind anbetende Muttergottes bezeichnet. Im Kontrast zu dieser ernst-kontemplativen Position steht die spielerische Geste des nach dem Marienschleier greifenden Kindes. Das Stuckrelief wiederholt einen um 1443 datierten Bronzetondo im Kunsthistorischen Museum zu Wien, der von Bode Donatello, von Schottmüller (Kat. Berlin 1933) Giovanni da Pisa zugeschrieben wurde, dem bedeutendsten Gehilfen Donatellos in Padua in den 1450er Jahren. Seit Pope-Hennessy überwiegt die Zuschreibung an Donatello (Rosenauer).

Erworben 1894 bei Stefano Bardini in Florenz, Preis 2.000 RM

Inv. Nr. M 7 , erworben 1894