Giovanni da Bologna, Umkreis des

Die Bronze ging auf die von Giambologna bereits in den 1550er Jahren modellierte Komposition einer Badenden zurück, die allerdings in der Rechten ein Handtuch hält, das bei der verlorenen Berliner Statuette fehlte. Eine Giambologna zugeschriebene Bronze befindet sich in Florenz, Bargello (Dimitrios Zikos, in: Giambologna – gli dei, gli eroi. Genesi e fortuna di uno stile europeo nella scultura, Ausst. Kat. Florenz 2006, hrsg. von Beatrice Paolozzi Strozzi und Dimitrios Zikos, Florenz 2006, S. 201), ein mit dem Berliner identisches Stück in Kopenhagen, Nationalmuseum (H. Olsen, Italian Paintings and Sculpture in Denmark, Kopenhagen 1961, S. 104). Nachdem die Komposition früher als Susanna oder Venus identifiziert wurde, wies Herbert Keutner (Giambologna. Ein Wendepunkt der europäischen Plastik, Ausst. Kat. Wien 1978, hrsg. von Charles Avery u.a., Wien 1978, S. 102f.) zu Recht darauf hin, dass kein Beispiel einer plastischen Gruppe der Susanna im Bade bekannt und die Identifizierung der Hockenden als Nymphe, die von einem Satyr überrascht wird, wahrscheinlicher ist.

Erworben 1904 im Münchener Kunsthandel

Inv. Nr. M 46 , erworben 1904