Domenico Gagini

Die Marmormadonna stand nach Kruft am Anfang einer größeren Gruppe von Marien, die Gagini in seiner Genueser Zeit schuf, eine weitere hat sich in der Sakristei des Doms von Torcello bei Venedig erhalten. Nachdem Bode die verlorene Statue dem Sieneser Bildhauer Antonio Federighi und Schottmüller (Kat. Berlin 1933) einem oberitalienischen Meister Ende des 15. Jahrhunderts zugeschrieben hatten, konnten sie Valentiner und Kruft Domenico Gaginis zuordnen. Das Wappen am Sockel war das der Familie Sansedoni aus Siena, die ursprüngliche Aufstellung ist jedoch, ebenso wie die Provenienz, völlig unklar.

Erworben 1908 zusammen mit M 103 und 104 in Rom, Preis 14.358,60 RM, zuvor angeblich Lucca, Pisa oder die Maremma

Inv. Nr. M 105 , erworben 1908