Toskana

  • Das nicht mehr vollständige Bildwerk, ehemals der Sammlung Contini-Bonacossi in Florenz zugehörig, zeigt die Muttergottes als Himmelskönigin mit Kopfschleier und Krone, auf einer schmalen profilierten Bank sitzend. Auf die verloren gegangene Christusfigur verweist die plan geschliffene Stelle auf ihrem linken Oberschenkel.

    Ihre Monumentalität und die kenntnisreiche Bearbeitung des Marmors lässt die Madonna in einer Art und Weise überzeugen, dass die Forschung sie in die unmittelbare Nachfolge von Nicola Pisano rücken ließ.

  • Der elegische Ausdruck, der in dem Antlitz der Madonna liegt, und der scharfgratige, den Körper starr erscheinen lassende Parallelfaltenstil an ihrem Gewand, der mit den elegant fließenden Bewegungslinien des Mantelsaumes und des Kopfschleiers kontrastiert, legen eine Zuschreibung an dessen Schüler Arnolfo di Cambio nahe.
M 270 , erworben 1976 , Foto: Jörg P. Anders