Oberrhein

Als oberrheinisches Werk um 1470 erworben, war die Tafel bei vorherigen Besitzerwechseln Bartholomäus Zeitblom (1919) und dem Hausbuchmeister (1934) zugeschrieben worden. In späteren Notizen waren auch der Züricher Nelkenmeister und eine Entstehungszeit um 1490 erwogen worden. Hinsichtlich der Gesichtstypen ist aber auch eine Nähe zu dem im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts in Straßburg tätigen, sehr produktiven Meister der Gewandstudien (z.B. Marientod in Krakau, Muzeum Narodowe) festzustellen. Der enge Bildausschnitt bewirkt eine auch am Oberrhein bemerkenswerte Monumentalität der Figuren. Möglicherweise hat es sich um die Außenseite eines Altarflügels gehandelt.

Erworben 1935 durch die Galerie Haberstock in Berlin, Preis 4.578,75 RM; zuvor Slg. Bissing in München (bis 1919), danach A.S. Drey in München, Versteigerung Christie’s in London (23.2.1934, Nr. 126)

Inv. Nr. 2099 , erworben 1935